Augenweide war es keine, soviel steht fest. Aber am Ende immerhin spannend. Wenn man sich nach 1 Stunde und 15 Minuten Spielzeit tief im 2. Inning eines Baseballspiels wiederfindet, kann man davon ausgehen, dass zumindest auf einer Seite des Diamonds nicht viele gute Dinge passiert sind.

Doch gehen wir zurück zum Beginn des Spiels, wie es sich gehört. Am Mound stand für die Wanderers-Grasshoppers-Spielgemeinschaft ("Whoppers") Markus Trimmel. Er hatte in den vergangenen Begegnungen gegen die Blue Mets (Mets-Blue Bats-Spielgemeinschaft) einen No-Hitter und einen Combined No-Hitter (offiziell eine one-Hitter) geworfen und schien der richtige Mann für die Aufgabe. Wie sich herausstellte, war er das womöglich auch, aber nicht an diesem Tag. Nach 1 2/3 Innings musste er den Platz am Mound nämlich an Luis Portner abgeben. Zu dem Zeitpunkt hatte er zwar bereits wieder 5 Strikeouts verbucht, aber auch mit 9 Walks und 1 Hit, einem Double von Felix Dittrich, seinem Team einen satten 5-2 Rückstand aufgetischt.

Dabei hatte es noch ganz gut begonnen. Trimmel hatte zwar die Bases im 1. Inning geladen und mit einem weiteren Walk einen Run hergeschenkt, konnte aber die Blue Mets Offense mit zwei abschließenden Strikeouts stoppen. Im Gegenzug sorgten gleich Jakob Schaffer und Alex Resel mit Singles und Lenny Halper mit einem 2-Out Double für die 2-1 Führung der Whoppers. Aus dem 2. Inning kam Trimmel aber eben nicht mehr ohne größeren Schaden heraus. Auf Seiten der Blue Mets war es dann eher die bisweilen wackelige Defense als das sehr solide Pitching von Felix Dittrich, das es den Whoppers ermöglichte wieder aufzuschließen. Ein weiteres Single von Schaffer und eine ganze Fehlerkette in der Blue Mets-Verteidigung nach einem Infield Popup von Maui Monot sorgte noch im 2. Inning für den 5-5 Ausgleich. Zu dem Zeitpunkt war längst nicht mehr klar, ob es der drückend schwüle Spätsommerabend oder das lähmende Spieltempo war, das mehr auf die Gemüter drückte...

Portner startete ins 3. Inning mit zwei raschen Flyouts, machte die Angelegenheit dann aber mit zwei aufeinander folgenden Walks wieder spannend, ehe ein Wurf von der 3. zur 1. Base nicht die Whoppers ins Dugout, sondern den Ball ins Rightfield und damit einen Run zum 6-5 für die Blue Mets über Home Plate beförderte. Dann erst beendete ein Strikeout durch Portner das Halbinning. In der zweiten Hälfte des Innings gelangten zwar Portner und Maxi Müller durch Walks gegen den bereits zuvor am Mound eingewechselten Felix Stephan auf Base, Reliever Maxi Spitzhirn schaffte aber rasch das 2. Out. Die Whoppers brauchten also einen Hit für den Ausgleich - und Anatol Weinwurm lieferte ab. Sein Single durch die linke Seite des Infields stellte abermals den Gleichstand her. Nächster Batter: Jakob Schaffer, der bereits zwei Hits auf seinem Konto hatte. Und wieder schlug er den Ball hart durch die Mitte, doch mit einem tollen Play hinter dem 2nd Base-Bag rettete der auf seine Position als Shortstop zurückgekehrte Felix Stephan seinem Team einen weiteren Run und beendete das Inning.
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Im 4. und aufgrund von Zeitablauf letzten Inning des Spiels ließ Portner wenig Hoffnung bei den Blue Mets aufkommen. Außer einem blauen Fleck - ein Hit-by-Pitch - konnte nichts nach Hause gebracht werden. So konnten also nun die Whoppers mit einem einzigen Run im Bottom des Innings alles klar machen. Es begann auch gleich verheißungsvoll: Alex Resel zeigte sich als Lead-off Hitter wesentlich geduldiger (Walk) als auf der 1. Base (Stolen Base) und befand sich somit auf der 2. Base, als Maui Monot auf Geheiß seines Coaches Christian Riedl den Ball mit einen schönen Bunt auf den Boden legte. Ein letztes Mal patzte die Verteidigung der Wien-Schwechat Connection, der geworfene Ball landete nicht im Handschuh des 1st Baseman und Resel umrundete recht unspektakulär die 3. Base, um den Winning Run zum 7-6 zu scoren.
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Am Ende bleibt ein "Pflichtsieg", der denkbar knapp und mit einer der schlechteren Leistungen des Teams in diesem Jahr erkämpft wurde. Immerhin fällt bei genauerem Hinsehen rückblickend durchaus positiv auf, dass die Whoppers über die gesamten drei vergangenen Aufeinandertreffen mit den Blue Mets insgesamt tatsächlich nur einen einzigen echten Hit abgegeben haben.
Für die kommende Final-Begegnung gegen die Diving Ducks (Mittwoch, 16.09.2020 - 18:00 Ducksfield) wird es aber doch eine deutlich bessere Gesamtleistung brauchen als in dieser Auftaktpartie zum Ligafinale.

Bericht: Fredi Heisler

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