Die Finalserie der Ponyliga Ost U14 hatte für die Blue Hoppers (ausgesprochen wie "Bloopers") fulminant begonnen. Am heimischen Hoppersfield hatte man die leicht favorisierten Ducks 12-8 geschlagen und die Wanderers mit 9-1 abgefertigt. 7 Homeruns, davon gleich 3 von Anatol Weinwurm, hatte es zu sehen gegeben, und nebenbei einige überzeugende Pitching Performances von Maxi Müller, Marcel Mikeska, Jan Raunigger, Matthias Reuckl und eben Weinwurm.

Da die Ducks aufgrund der Corona-Situation in ihrem Verein ihre Teilnahme am Finaltag bedauerlicherweise kurzfristig absagen mussten, mussten die beiden Teams fürs Finale durch den Ausgang einer einzigen Partie zwischen den Blue Hoppers und Lions ermittelt werden. Die Wanderers, die ihrerseits die Lions am ersten Tag mit 13-3 überrollt hatten, waren dabei gewissermaßen Zaungäste und hofften auf einen Sieg der Blue Hoppers, oder wenigstens eine nicht allzu hohe Niederlage, um fürs Finalspiel qualifiziert zu sein.

Nun, zumindest der zweite Wunsch wurde ihnen erfüllt. Die etwas verschlafen wirkende Offense der Blue Hoppers wollte nicht in die Gänge kommen, und wenn Bälle hart geschlagen wurden, war die Lions Defense zur Stelle. Matthias Reuckl zeigte keine Nerven, löste den unsicheren Jan Raunigger am Mound ab und holte in gewohnt souveräner Art die Kohlen aus dem Feuer. Über den Rest sei der Mantel des Schweigens gehüllt. Es sei soviel gesagt, dass die Konzentration am Ende reichte, um die Wiener bis zum Ende in Schach zu halten, und verdient, aber wenigstens knapp genug nur mit 2-6 zu verlieren. Damit war der Finaleinzug gesichert.

Hier waren die Gegner nun also die Wanderers aus Wien. Interessante Parallele: Fast zeitgleich begann in Traiskirchen das entscheidende Duell um den Einzug ins Halbfinale, in dem einander ebenfalls Grasshoppers und Wanderers gegenüberstanden.

Wie zu erwarten gewesen war, schickte das Blue Hoppers Coaching-Trio, bestehend aus Fredi Heisler, Markus Trimmel und Karl Miksch, den Flammenwerfer Maxi Müller an den Rubber für die Niederösterreicher. Auf der anderen Seite sollte Nico Zezula für die Wanderers mit seinen deutlich gefühlvolleren Würfen die Hitter aus dem Gleichgewicht bringen. Beide Pitcher haderten zunächst aber auch mit der Strike Zone, die bisweilen überraschend eng interpretiert wurde. Doch nicht nur deshalb hatten die Wiener bereits in ihrem ersten Angriffsinning 2 Runs anschreiben können. Marcel Mikeska war's aber egal, er knallte gleich den ersten Pitch nur knapp am jungen Wanderers-Starter vorbei ins Centerfield für ein Single, Anatol Weinwurm folgte mit einem Walk. Die Defense der Wiener half dann entscheidend dabei mit, dass das erste Inning aufgrund der 5-Run/Inning Mercy Rule beendet wurde. Nach einigen harten Hits von Marcel Mikeska, Maxi Müller (Double), Yuna Mauersich, David Eisenheld, Basti Weber, Matthias Reuckl und David Miksch geschah dasselbe auch im nächsten Inning. 10-2 hieß damit die komfortable Führung für die Blue Hoppers.

Maxi Müller gibt Gas:

Müller hatte zwischenzeitlich besser in seine Rolle gefunden - das 2. Inning ging schnell an der Wanderers Offense vorbei - bekam aber im 3. Inning abermals Probleme und hatte seinen Pitch Count bereits bedenklich in die Höhe getrieben. Also trat Coach Heisler auf den Plan und ließ bei 2 Outs und Bases loaded die Herren Müller und Weinwurm Plätze tauschen. Immerhin hatte Müller eine beachtliche Bilanz aufzuweisen: 7 der 8 Outs hatte er durch Strikeouts erzielt, 1 Out nach einem Groundball selbst gemacht.

Weinwurm hatte aber zunächst kein Glück, gab zudem 2 Hits gegen die Wanderers ab und musste zusehen, wie auch dieses Inning durch die 5-Run Mercy Rule zu Ende ging. Die Wanderers waren damit auf 7-10 herangekommen. Doch gleich erwachten die blau-gelben Schläger wieder. Mauersich mit einem Single, Mikeska mit einem Double. Dann eine Schrecksekunde: Ein knallhart geschlagener Ball trifft Zezula, der am Mound inzwischen durch Willi Pamperl ersetzt worden war, am Schienbein so fest, dass er das Spiel verlassen muss. Gute Besserung an dieser Stelle! Nach einem harten Hit von Eisenheld durch die Mitte scoren Mikeska und Weinwurm danach zum 13-7, bevor Pamperl mit einem Strikeout und zwei Groundouts das Inning ohne weiteren Run beenden kann.

Im 4. Inning sagte dann 3rd Baseman Matthias Reuckl: "Lasst mich das mal machen!" Weinwurm pitchte nun souverän, die Hitter der Wanderers bekamen ihre Bats nicht oft an den Ball und hatten, wenn sie es schafften, einen Gegner am Feld: Reuckl. Mit drei richtig guten Plays auf Groundballs sorgte er im Alleingang für alle 3 Outs des Innings, und dafür, dass die Blue Hoppers Offense auch gleich weiter rollen konnte.

Matthias Reuckl, 3B:

Doch die Offense wäre nicht gerollt, hätte sie die Defense der Wanderers nicht ordentlich angeschoben. Ein erstes Out wurde noch gemacht, doch dann vergab man hintereinander zwei Groundouts und stellte damit dem nächsten Hitter, Anatol Weinwurm, zwei Läufer auf die Bases. Und noch einmal kam man den Blue Hoppers zu Hilfe: Ein kerzengerades in die Luft geschlagener Ball von Weinwurm durfte unbehelligt knapp vor der Homeplate aufkommen und ins Foul Territory springen. "Second Life" nennt man das auch. Weinwurm sagte kurz "Dankeschön!" und dann: "Auf Wiedersehen!".

Anatol Weinwurm 3-Run Bomb:

Weit hinter dem Zaun im Left Centerfield senkte sich der Ball zur 16-7 Führung für die Blue Hoppers. Der Titel schien nun zum Greifen nahe. Doch noch gaben sich die Grünen nicht geschlagen. Ein Walk und ein glücklicher Hit gegen Weinwurm machten noch einmal Hoffnung. Doch der Badener wollte sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen lassen. Mit Runners auf der 2. und 3. Base provozierte er zunächst ein Infield Popup und schloss die Angelegenheit mit zwei trockenen Strikeouts ab.

Anatol Weinwurm liefert ab:

 Man wusste also nun, dass beim Spielstand von 16-7 mit einem weiteren Run in der 2. Hälfte des 5. Innings für die Spielgemeinschaft aus Blue Bats und Grasshoppers das Finale aufgrund der 10-Run Mercy Rule und damit der Titel gewonnen wäre. Jedenfalls wusste das David "Prinz Eisenherz" Eisenheld und schlug sich gleich einmal mit einem Single auf die 1. Base. Auch Basti Weber wusste es ganz offensichtlich und tat es seinem Blue Bats-Spezi gleich: Single ins Rightfield, Eisenheld läuft bis zur 3. Base. An die Plate tritt nun Jan Raunigger, entschlossen, das Spiel durch einen Schwung seines Schlägers zu beenden.
Doch dann passiert das:

Der Pitch von Pamperl geht weit am Catcher vorbei, schlägt im Backstop ein, Eisenheld rennt los, taucht ab in Richtung Home Plate und erzielt den entscheidenden 17. Run. Ende, aus, Ballgame!

Die Blue Hoppers sind Meister der Ponyliga Ost U14 2020!

Doch noch ist die gemeinsame Reise nicht vorbei. Auch bei den Österreichischen Meisterschaften wird die Truppe gemeinsam mit guten Chancen auf einen Titelgewinn antreten.

Trotzdem schon jetzt ein großes Dankeschön an Blue Bats Coach Karl Miksch für die tolle Zusammenarbeit im heurigen Jahr, und ein besonderes Dankeschön an den tatsächlich noch immer erst 14-jährigen Coach Markus Trimmel, der uns Coaches ebenso wie die Spieler über die gesamte Saison hin unglaublich professionell als Assistant Coach unterstützt hat.

PS: In Traiskirchen konnte zu dem Zeitpunkt noch nicht gefeiert werden. Da ging es noch ein paar Stunden länger. Aber weil's so schön war, auch hier noch einmal:

Bericht: Fredi Heisler

 

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